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27.08.2009

MOLOGEN erhält US-Patent für zellbasierte Gentherapie gegen Krebs

  • Patentschutz in den USA für innovativen Produktkandidaten
  • Antrag auf klinische Studien zur zellbasierten Gentherapie gegen Nierenkrebs in Vorbereitung
Das Patentamt der USA hat beschlossen, der MOLOGEN AG das Patent zur zellbasierten Gentherapie gegen Krebs zu erteilen. Dies ist für MOLOGEN eine bedeutende Entwicklung für die spätere Auslizenzierung eines weiteren hoch­innovativen Produktkandidaten. Bei der zellbasierten Gentherapie gegen Krebs kommen die MOLOGEN Schlüsseltechno­logien MIDGE® und dSLIM® unter Verwendung einer MOLOGEN-eigenen Krebszelllinie zum Einsatz. Für den Produktkandidaten MGN1601 ist ein Antrag auf klinische Studien der Phase Ib/IIa zur zellbasierten Therapie von Nierenkrebs in Vorbereitung.

Über zellbasierte Gentherapie gegen Krebs

Bei dem von der MOLOGEN entwickelten Verfahren zur zellbasierten Gentherapie gegen Krebs handelt es sich um eine therapeutische Impfung (Vakzination) zur Bekämpfung von metastasierten Tumoren und zur Verhinderung deren Wiederauftretens (Rezidivierung) nach Operation, Bestrahlung und/oder Chemotherapie.

Grundlage der Impfung sind menschliche Krebszellen, die aus einem Tumor (z. B. Nierentumor) gewonnen wurden und die in einer standardisierten und charakterisierten Zellbank (Masterzellbank) vorliegen. Zellen, die von einem einzelnen Menschen stammen, als Zelllinie etabliert und bei anderen Patienten eingesetzt werden, werden als allogene Zellen bezeichnet.

Das Wirkprinzip der zellbasierten Gentherapie besteht darin, eine Kreuzreaktion des Immunsystems der Patienten gegen die eigenen Krebszellen hervorzurufen, nachdem das Immunsystem über die Reaktion gegen die allogenen Krebszellen gelernt hat, wie Krebszellen typischerweise aussehen. Um diesen Effekt effizient auszulösen, werden die allogenen Krebszellen vor der Injektion in den Patienten mit zusätzlichen genetischen Informationen „genmodifiziert“ und mit dem MOLOGEN-eigenen DNA-Immunmodulator dSLIM® als Impfverstärker (Adjuvanz) kombiniert. Die Genmodifizierung erfolgt mit Hilfe der ebenfalls MOLOGEN-eigenen DNA-basierten MIDGE®-Vektoren.

Über MGN1601


Die klinische Anwendung der zellbasierten Gentherapie gegen Nierenkrebs wird bei MOLOGEN als Produktkandidat MGN1601 untersucht. Grundlage bildet dabei eine einzigartige Nierenkrebs-Zelllinie, die MOLOGEN selbst etabliert hat. Derzeit bereitet MOLOGEN eine zulassungs-relevante klinische Studie der Phase I/II mit MGN1601 vor, die noch in diesem Jahr beantragt werden soll.

Die zellbasierte Gentherapie gegen Nierenkrebs hat von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) den Orphan Drug Status erhalten. Der Orphan Drug Status ermöglicht eine zehnjährige Vermarktungsexklusivität des Produkts innerhalb der Europäischen Union. Darüber hinaus wird dem Unternehmen während des Zulassungs­verfahrens die umfassende und kosten­ermäßigte beratende Begleitung der EMEA gewährt. Das Orphan Drug Programm der Europäischen Union soll die Entwicklung von Therapien für seltene und schwere Erkrankungen fördern.

Über MOLOGEN


Die MOLOGEN AG, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Berlin, ist auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel auf Basis von DNA-Strukturen spezialisiert. Im Fokus der Aktivitäten stehen Produktentwicklungen für die Behandlung von Krebs sowie Impfstoffe gegen schwere Infektionskrankheiten.
MOLOGEN wurde 1998 gegründet und gehört weltweit zu den wenigen Biotechnologie-Unternehmen mit einer gut verträglichen DNA-basierten Krebsbehandlung im klinischen Entwicklungsstadium.

Die Aktie der MOLOGEN AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet (ISIN DE 0006637200).

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