MGN1333: der DNA-Impfstoff gegen Hepatitis B

Über Hepatitis B

Hepatitis B ist eine schwere Lebererkrankung, die durch das Hepatitis-B-Virus ausgelöst wird. Schätzungsweise 240 Mio. Menschen sind an Hepatitis B erkrankt. Etwa 6 Millionen sterben jährlich an den akuten oder chronischen Folgen der Infektionskrankheit. Die Therapie einer chronischen Hepatitis B ist schwierig, daher ist die vorbeugende Impfung die wichtigste Maßnahme.

Obwohl wirksame Impfstoffe existieren, besteht ein großer Bedarf an innovativen, verbesserten Impfstoffen, die zum Beispiel eine Immunisierung mit nur einer Dosis erreichen (bislang sind meist drei Impfungen erforderlich) und die auch therapeutisch eingesetzt werden können.

MIDGE® DNA-Vektoren sind die Grundlage

Die MOLOGEN AG hat genau hier angesetzt. Mit den eigenen MIDGE® Vektoren hat sie sich eine ausgezeichnete Plattform geschaffen, auf deren Grundlage gut verträgliche DNA-Impfstoffe entwickelt wurden. Im Unterschied zu anderen DNA-Vektoren (Plasmide, Viren) enthält der MIDGE® Vektor nur die für die eigentliche Wirkung notwendige Information und ist außerdem rund 50-80% kleiner als bisherige Plasmid-basierte DNA-Vektoren.

MIDGE® Vektoren sind nach bisherigen Erkenntnissen selbst bei Verabreichung weit oberhalb der klinisch relevanten Dosierung nicht toxisch und nicht entzündungsfördernd. Gegen MIDGE® Vektoren werden auch keine Immunreaktionen ausgelöst. Dass der Vektor nicht in das Erbgut des Patienten eingebaut wird, ist dabei ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt. Die MIDGE® Vektoren von MOLOGEN überwinden die Nachteile anderer Gentransfer- und Expressionssysteme, insbesondere bei Wirksamkeit und Sicherheit.

Das Ziel - ein hochwirksamer und gut verträglicher DNA-Impfstoff

In präklinischen Untersuchungen konnten wir bereits nach einer Anwendung eine starke Immunantwort erzeugen, die auf eine sehr gute vorbeugende (prophylaktische) Wirkung von MGN1333 hindeutet.

Im Rahmen der präklinischen Entwicklung hat MOLOGEN mit einem Partnerunternehmen aus den Niederlanden kooperiert. Die Entwicklung von MGN1333 wurde durch ein 2013 beendetes Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt.

Aufgrund limitierter finanzieller Ressourcen und der Fokussierung auf Lefitolimod können diese Projekte nicht wesentlich vorangebracht werden. MOLOGEN beabsichtigt daher den Verkauf der MIDGE®Technologie samt aller Wirkstoffkandidaten; alternativ ist ein Spin-off denkbar.